Unsere Mitte ist gemalt!

Unsere Mitte malen – gemeinsames Wandbild für den Steigerturm in Dortmund-Berghofen

Das Wandbild (Mural) am Bürgerzentrum Steigerturm ist fertig! Viele Menschen aus Berghofen haben mitgedacht, mitgeredet und mitgemalt. Hier erfährst du, wie das Bild entstanden ist und was in ihm steckt.

 

Die Erklärung kurz und knapp

„Das Bild zeigt Berghofen in mehreren Schichten: die alten Felder und Wege aus dem 18. Jahrhundert, das Fachwerk vom Hof gegenüber und in Orange die Straßen aus der Zeit, als der Steigerturm die Mitte des Ortes war. Das Schallloch einer Geige steht für die Musik, die hier immer eine Rolle gespielt hat und spielt. Das orange Netz ist gleichzeitig ein Neurales Netz im Gehirn, mit zwei Geistesblitzen: Ein Symbol für Inspiration und neuen Ideen.

Dafür steht der Steigerturm: Er ist ein mit Berghofen eng verbundener Ort der Begegnung, an dem offene, interessierte Menschen gemeinsam neue Ideen entwickeln und neue Wege gehen."

Die ausführliche Erklärung

Was das Wandbild zeigt: vier Ebenen

Das Bild ist in vier Schichten aufgebaut. Jede erzählt etwas über den Steigerturm und Berghofen.

Ebene 1: Berghofen im 18. Jahrhundert

Die grünen Flächen zeigen das Gebiet von Berghofen, wie es im 18. Jahrhundert aussah. Die damaligen Wege sind ausgespart und bleiben als Linien sichtbar.

Ebene 2: Das Schallloch

Darüber liegt ein F-Loch, also das Schallloch eines Streichinstruments. Es steht für die enge Verbindung des Steigerturms zur Musik, früher wie heute.

Ebene 3: Das Fachwerk

Das braune Fachwerk ist der früheren Fassade des gegenüberliegenden Hofes nachempfunden. Fachwerkhäuser prägten lange das Ortsbild von Berghofen. Auf der linken Seite reicht das Fachwerk über die eigentliche Bildfläche hinaus. Das soll Offenheit ausdrücken.

Ebene 4: Das Straßennetz

Ganz oben siehst du in Orange das Straßennetz aus der Zeit, als der Platz vor dem späteren Steigerturm noch die Mitte von Berghofen war.

Die zweite Bedeutung: Inspiration

Das Wandbild hat noch eine weitere Botschaft: Es soll inspirieren.

Das orangefarbene Straßennetz lässt sich auch als neuronales Netz lesen, also als Verbindungen im Gehirn, die Gedanken und Ideen weitertragen. Zwei türkisfarbene Geistesblitze verstärken dieses Bild. Und auch hier gilt: Das Netz endet nicht am Bildrand, sondern geht darüber hinaus. Das steht für Offenheit gegenüber neuen Ideen.

So ist das Wandbild entstanden

Das Projekt „Unsere Mitte malen“ lief in drei Schritten:

1. Ideen sammeln: Im ersten Workshop begleiteten die Grafik-Designer*innen Jan Herrmann aus Düsseldorf und Annika Bertram aus Berghofen die Teilnehmenden durch den Nachmittag. Zum Einstieg ging es um die Geschichte Berghofens. Danach erklärte eine Kunsthistorikerin, aus welchen Kulturen die Murals (große Wandbilder) ursprünglich stammen und wie sie die Wahrnehmung eines Ortes prägen. Ein Poetry-Slam zu „Heimat“ und „Gemeinschaft“ lieferte weitere Denkanstöße. Danach sammelten alle gemeinsam Begriffe, Formen und erste Bildideen.

2. Entwurf besprechen: Aus diesen Ideen entstand ein Entwurf. Im September wurde er im Steigerturm vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

3. Gemeinsam malen: Ende September kam die Farbe an die Wand. Viele Hände haben das Motiv Schritt für Schritt umgesetzt.

Danke an alle, die mitgemacht haben! Komm vorbei und schau dir das Wandbild selbst an:
Bürgerzentrum Steigerturm, Berghofer Schulstraße 12, 44269 Dortmund-Berghofen

 

Bildgalerie

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